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AZ oder AC oder FSD – diese Frage entscheidet über Genauigkeit, Isolation und Stückkosten Ihrer Strommessung. Alle drei Serien kommen von Talema, alle sitzen auf oder an der Leiterplatte, aber sie sind für völlig unterschiedliche Jobs gebaut. Wir haben sie head-to-head verglichen: als Entwickler für Energiezähler, Wechselrichter, USV, Ladetechnik und Industriesteuerungen bekommen Sie hier die ehrliche Entscheidungshilfe – ohne Datenblatt-Blabla.
Das Ergebnis vorweg: Der Talema AZ mit Anschlusslitzen gewinnt, wenn 4 kV Isolation und flexible Montage zählen. Der Talema AC 1000:1 gewinnt nach Preis-Leistung für Standard-Messungen von 5 bis 200 A. Der Talema FSD 5 A gewinnt immer dann, wenn hohe Primärströme bis 2500 A sauber auf normierte 5 A gebracht werden müssen.
Alle drei sind toroidale Stromwandler auf GOSS-Ringkern-Basis von Talema – also bewusst kein Shunt, kein Hall-Sensor. Das bedeutet: galvanisch getrennt, praktisch verlustfrei im Messpfad, hochlinear und langzeitstabil. Der Unterschied liegt in Ausführung und Messphilosophie:
| Merkmal | Talema AZ Series | Talema AC Series | Talema FSD Series |
|---|---|---|---|
| Bauform / Montage | Ringkern mit Litzen, freier Einbau, 250 mm Kabel | PCB-montiert, THT, direkt verlötet | Durchsteck-Wandler, bandgewickelt, Leiter durchführen |
| Übersetzung / Ausgang | typenabhängig, Stromausgang mit Bürde extern | 1000:1, z. B. 100 A : 100 mA | auf 5 A Sekundär normiert, z. B. 500/5 A |
| Primärbereich | kleine bis mittlere Ströme, ideal für Messkanäle | 5–200 A | 60–2500 A |
| Isolation | 4 kV, verstärkte Trennung | Standard-PCB-Isolation für Netzgeräte | für hohe Leistung / Schaltschrank ausgelegt |
| Genauigkeit / Linearität | sehr hoch, GOSS-Kern, geringe Phasenfehler | gut für Kostenklasse, ausreichend für MID-Vorstufen | hoch, für Wirkleistungsmessung optimiert |
| Platzbedarf | minimal auf PCB, Kern liegt abgesetzt | minimal, alles auf der Platine | größer, dafür kein Shunt-Verlust |
| Preis bei Wattwerk | 11,39 € | 8,34 € | 19,14 € |
| Typische Anwendung | Zähler, USV, Labor, sensible Analog-Frontends | Smart-Home-Energiemessung, Wechselrichter, Motorstrom | Energiemonitoring, BHKW, Ladesäulen, Maschinenbau |
Stand: 30.09.2026, inkl. MwSt., Preise je Typ und Staffel. Alle drei Serien sind RoHS-/REACH-konform und für 50/60 Hz plus Oberschwingungen geeignet.
Wenn Ihre Platine 230 V oder 400 V misst und gleichzeitig enge Gehäuse, verschmutzte Umgebung oder erhöhte Anforderungen an Kriech- und Luftstrecken hat, spielt der AZ mit 4-kV-Isolation seine Stärke aus. Die 250 mm Litzen lassen den Kern direkt um den Primärleiter legen – weit weg von empfindlichen ADC-Leitungen. Das senkt Störeinkopplungen und löst viele Layout-Probleme, an denen reine PCB-Wandler scheitern.
Der AC ist dagegen für die klassische On-Board-Messung gedacht: Primärwicklung als Leiterbahn oder Durchsteck-Pin direkt durch den Wandler. Sauber, billig, platzsparend – aber das Layout muss stimmen. Der FSD wiederum ist mechanisch für Leistung gebaut: bandgewickelt, robust vergossen, Primärleiter einfach durchführen. Für Schaltschrank und Feldverdrahtung die professionellste Lösung.
Hier trennt sich das Feld am deutlichsten:
Praxis-Tipp aus dem Labor: Betreiben Sie Stromwandler nie offen ohne Bürde. Dimensionieren Sie die Bürde so, dass bei Maximalstrom 0,5 bis 1 V am ADC anliegen, und verdrillen Sie die Sekundärleitungen bis zur Bürde. Gerade beim AZ mit Litzen bringt das messbar weniger Rauschen.
Für reine Stromanzeige reicht fast jeder Wandler. Für kWh-genaue Wirkleistung zählt der Phasenwinkel. Toroidale GOSS-Kerne wie bei Talema sind hier deutlich besser als billige Eisenblech-Wandler: hohe Permeabilität, kleine Magnetisierungsströme, geringe Verzerrung auch bei Oberschwingungen aus Wechselrichtern und Schaltnetzteilen.
In unserer Einordnung: AZ und FSD liefern die saubersten Ergebnisse für Abrechnungs-Vorstufen und Power-Quality – AZ im kleinen Bereich, FSD im großen. AC liegt knapp dahinter, aber für seine 8,34 € auf absolut wettbewerbsfähigem Niveau. Wer nach MID oder Eichrecht entwickelt, plant den Wandler ohnehin als Teil der Messkette mit Kalibrierung – hier punkten alle drei durch gute Exemplarstreuung und stabile Kerneigenschaften.
AC: Schnellstes Design-in. Footprint einplanen, verlöten, fertig. Achten Sie auf Abstand zu Schaltinduktivitäten und Trafos – 10 bis 15 mm Luft bringen mehr als jede Schirmung.
AZ: Flexibelstes Design-in. Kern an den Stromschienen platzieren, Litzen verdrillt zur Platine führen, Bürde direkt am ADC-Eingang. Perfekt für Retrofit und wenn die Hauptplatine aus Platzgründen nicht am Strompfad sitzen kann.
FSD: Mechanischstes Design-in. Primärschiene oder Kabel durchführen, Sekundärklemmen auf 5-A-Eingang verdrahten. Größer und mit 19,14 € teurer, dafür thermisch und mechanisch für Dauerlast gebaut.
EMV-Faustregel für alle drei: Sekundärseite niederohmig halten, keine Schleifen legen, Analogmasse sternförmig führen. Dann bleibt das 50-Hz-Brummen dort, wo es hingehört – im Primärleiter.
Nehmen Sie den AZ. 4 kV Isolation, freie Platzierung und sehr lineare Kerne zahlen sich bei jeder Kalibrierung aus. Gerade bei kleinen Strömen und hohen Anforderungen an die Trennung ist der Mehrpreis gegenüber AC von rund 3 € gut investiert.
Nehmen Sie den AC. 1000:1, PCB-montiert, 8,34 € – das ist die sauberste Lösung für Smart-Plugs, Heizungssteuerungen, kleine Wechselrichter und dreikanalige Monitoring-Platinen, bei denen es auf jeden Cent und jeden Quadratmillimeter ankommt.
Nehmen Sie den FSD. Normierte 5 A Sekundär, 60 bis 2500 A primär, bandgewickelt und robust – die einzige der drei Serien, die echte Leistungsmessung im Schaltschrank abdeckt. Ideal in Kombination mit Energieanalysatoren und SPS-Eingängen.
Head-to-head gibt es kein Unentschieden, nur unterschiedliche Stärken: AZ gewinnt Isolation und Flexibilität, AC gewinnt Preis und Integration, FSD gewinnt Hochstrom und Norm-Konformität. Wer das beherzigt, spart sich eine Rev-Schleife und viel Diskussion mit der Prüfstelle.
Unsere Empfehlung für den Warenkorb: Legen Sie sich AZ und AC als Muster nebeneinander aufs Board – der Unterschied im Phasenverhalten bei 5 A und bei 150 A ist in zehn Minuten vermessen. Und wenn Sie über 200 A hinaus müssen, planen Sie den FSD von Anfang an mit 5-A-Verdrahtung ein. Alle drei finden Sie bei Wattwerk ab Lager mit Datenblatt und schneller Lieferung in Deutschland.
Ab 45,00 € ist der Versand kostenlos. Darunter kostet er 8,00 €.
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